Rosenhymne

Blut und Blüte! Glut und Güte!

Blut und Blüte!

Glut und Güte!


Groß erstreckt sich mir das Reich,

es muss die welken Blätter stutzen,

wer um der Rosen Schönheit weiß,

er muss die schwachen Äste schneiden,

liebend für der Blüten Kleid,

die Kraft in sie alleine fließe,

weit erstreckt sich mir ihr Reich


Dorn und Fleische!

Sporn und Leibe!


Tief in mir des Geistes Kraft,

nur der, der zur Stärke fähig,

spürt ihn fließend, Götter Saft,

es muss das Leidige sich wenden,

schmelzen müssen Ketten weich,

der Wille unsrer Reih’n nie enden,

dieses ist nun jenes Reich


Leid und Liebe!

Geist und Kriege!


Jugend Süße, schmeckt euch bitter,

diese Zungen nicht gemacht,

für was uns folgt, für Stahlgewitter,

Mancher nur, teilt unsre Kraft,

Dem der spürt, dass sie sich beugen

wenn sie wächst, der Knospen Macht,

und uns das Herze bricht vor Freuden


Schrift und Beil!

Gift und Heil!


Keine Milch, um zu betäuben,

was sich regt seit langer Zeit,

Geröll, sich nun vom Berge scheidend,

auf das Dorf sich herrlich schmeißt,

Trümmer, Lärm und tiefer Schmerz,

all das, es kommt mit uns verbunden,

im Marsches Takt, schlägt uns das Herz,


Blüten wachsen aus den Wunden.


Blüten wachsen, Dornenhecken, Sieg, der Gral, die Niederlage,

Alles uns zu Kopfe steigend, aus den Adern fließet gerade,


das, was uns das Leben ist, der Tod, der Wunsch nach großem Kampf,

Hört ihr nicht die Knochen schlagen, Leben heißt: der Toten Tanz.


So tanzt, ihr Brüder, hört? So tanzt!

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