Preußen verrecke!

Nie wieder Deutschland.

In Wahrheit findet sich unter der Kruste des bodenlosen Abszesses der bürgerlichen Gesellschaft, die nunmehr Deutschland besiedelt, kein Parasit, der so lange und so dümmlich verherrlicht seinem Volk entgegensteht wie sein Militär.

Und es gibt wohl nichts, was einem Menschen, einem Mann umso mehr, zuwider sein muss wie der Kultus um den verfetteten, vorschriftsgemäß freien Söldner, der nunmehr von privaten Sicherheitsfirmen gelenkt, die Kasernen behurt.

Der Soldat ist prinzipiell der Feind des Kriegers, des Friedens und der Freiheit aller, sich eingeschlossen. Das Soldatentum, die abscheulichste Ausgeburt der bürgerlichen Genesis, hält die Völker der Welt in einem verweichlichten, sanften, mit der anderen Hand sich selbst beweihräuchernden Griff. Der Soldat ist nichts außer der Verneinung jeder Tugend und Zweckmäßigkeit, mit der er seit jeher uniformiert ist.

Der Mensch greift zur Waffe wie zur Sonne und wie zur Freiheit selbst. Jede Fortentwicklung der Bewaffnung seitdem war und ist nichts als seine Hingabe, mit ihr die kosmischen Schutzwälle, die ihn beherrschen, in die Haut zu stoßen. Der Soldat hingegen fährt in Uniform kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Mauern seiner Kaserne sind Ketten, welche die Unmittelbarkeit der Patrone unter Verschluss halten, ihre Zinnen sind nach innen gerichtet.

Wir erklären, die Patrone aus ihren Hülsen befreien zu wollen. Mit Friedenstauben, Flower-Power, 3D-Druckern und frei erhältlichen PDFs. Kein Volk wird Krieg oder Frieden finden, bis nicht der letzte Soldat aus den Köpfen des letzten Soldaten geschossen wurde.

Die Befreiung der Zukunft liegt unter dem Feuer von Drohnen und Logistikbeamten und unter Satellitenüberwachung. Und sie reitet auf Pferden und Convertibles und nicht nach Schichtplan und Befehl. Sie schützt die Mutter der Massen und die Talismane von kopflosen Göttern aus Rost und Weihrauch.

Der Soldat hingegen reitet unterwürfig dieselben Panzerwagen auf und ab, Jahr um Jahr. Skynet-V-Feuerwerkskörper.

Soldat, dreh die Waffen um und drück ab. Und sorg dich nicht: Von uns gehen mehr drauf, denn zum Krieg sind wir zu blöde. Aber vom Soldaten wird immer der Beste zuerst dran glauben, und unter den Blöden bleiben am Ende nur die Krieger übrig.

“…but it will be fun, we will burn the Ashes of the Heroes.” — E. V. Limonov (saw)

Weitere Beiträge

Der Rikishi zittert nicht, wenn sein schwerer Fuß die Erde berührt. Ihm ist weder kalt noch warm.
Der tiefste Einwand gegen Thiel liegt indes nicht in seiner Politik, sondern in seiner Anthropologie.
„Komisch. Du bist die schönste Frau, die ich jemals gesehen habe, und bringst mich trotzdem zum Kotzen. Du kommst übrigens aus einem wunderschönen Ort. ERKENNE DICH SELBST.“
Monotheos wider den All-Einen.
Sechs Gramm sind mehr, als man so denkt; sechs Gramm sind wenig bald
Die Kunst einer gesunden Erziehung besteht darin, die vitale Energie junger Menschen nicht zu brechen, zu sanktionieren oder zu pathologisieren, sondern sie zu kultivieren.
Sagt ein Masochist zu einem Sadisten: „Bitte folter mich.” Sagt der Sadist: „Nein”, und so weiter …
Über Nietzsches Einsamkeit.

Beiträge anderer Kategorien

Über die Darstellung D'Annunzios und seiner Legionäre in Bezinovićs Dokudrama "Fiume o morte!".
Dieter Wellershoff und die Selbstbehauptung des Realismus gegen Moral und Politik.
Nach dem Scheitern bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat: Deutschland hält den Kurs.
WATER WOMB WORLD GAME REVIEW
Eine App, die du nicht ablehnen kannst.
Ein Sieg für Systeme und Struktur. Arsenal London ist englischer Fußballmeister.
Eine kurze Bestandsaufnahme und LARP-Apologetik.
Ein Überblick über die Symbole, denen sich die Künstler bei Darstellungen der Reinkarnation bedienen.