Rudel, Höhlen, Symbiosen brauchen keine Menschensprache. Zur Vereinigung genügen Laute der Empörung, Drohung und Verzückung. Die Kommunikation der Weltverbesserung ist zugleich virtuell und atavistisch, dem progressiven Selbstbild entspricht ein regressiver Sprachusus, der die genuin humane Darstellungsfunktion nicht braucht.
Manche Publikationen schmücken sich mit dem Begriff der Ästhetik wie mit einem modischen Accessoire, während sie im Kern noch immer der Sklavenmoral des „Guten“ anhängen. Wahre Ästhetik ist jedoch kein Schmuck – sie ist ein Exekutionskommando gegen die Mittelmäßigkeit.
m Wesen der Kunst jedoch sollten Gefühl und Leben liegen – „Menschlichkeit“ und „Erdhaftigkeit“, wie Kai Hammermeister es in seinem neuesten Buch Die Bergung formuliert.
Jörg Middendorf über Nietzsche, Moral und Selbstvervollkommnung. Wie der Mensch über sich hinauswachsen kann – ein Blick auf Individualität, Natur und die Entwicklung des Selbst.
Paul Strieder über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des rechten Staates. Was kommen wird! Der zweite Teil und der Ausblick auf den Ausweg Deutschlands aus der geopolitischen Sackgasse.
Nur zu Zeiten erträgt göttliche Fülle der Mensch, sagt Hölderlin. Das Unheimliche ist eine beständig dräuende Gestaltkrise; nur der Dichter kann aus den umwölkten Bergen eines solchen Aufenthalts wiederkehren. Für den gewöhnlichen Menschen aber ist diese Freiheit eine mordende Zumutung. Martin Andersson mit Wegen aus dem Verlies.