Weibliches Ideal

Doch er stirbt nicht für mich – Denn ich habe ihn satt. Er stirbt nur für sich selbst Und für Heyms Gott der Stadt

Tod des Mutierten

Vor Euch: Mein ergebenster Krieger – gestatten:
Er sieht aus – und er kämpft – wie der König der Ratten.
Was ist denn – Sie finden ihn widerlich?
Ekeln Sie sich vor dem Eitergeruch?
Wohl wahr, er ist hässlich und liederlich!
Sein Sprechen ist schlampig und vordaut
Doch seht Sie den Schwulst seiner Hohnlaut –
Daran gingen Schwerter der Feinde zu Bruch.

Eine lange Stille folgt.

+++

Kennen Sie Wilhelm Meister von Goethe?
Sagen Sie, kennen Sie Sehnsucht?
Dann kennen Sie auch meines Mignons Nöte
Ich bin Ästhet, er ist Quälzucht.

»Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn?«
Oh, dieses Land wird er nimmermehr sehn’!
Heute Nacht versprach Mignon mir, sterben zu gehn’.Und er würde es gern
Doch er stirbt nicht für mich –
Denn ich habe ihn satt.
Er stirbt nur für sich selbst
Und für Heyms Gott der Stadt

Imhoteps Imperativ

Meine monolatrischen Akolythen:
Baut mir Monolithen idolatrisch
Euch sei Neolithikum pedestrisch!

Wider neoplastischen Darmpolypen:
Wuchert solche Art zirkumterrestrisch
Seid mir hieroglyphisch und iatrisch!

Weibliches Ideal

ICH WILL SIE NICHT SCHÖN UND NICHT HÄSSLICH
ICH WILL SIE NICHT ZART UND NICHT GRÄSSLICH

ICH WILL SIE BLOß AUS MEINEN AUGEN
VIER LIPPEN ZUGESCHWEIßT
MEIN WILLE STAMMT NICHT AUS DEM GLAUBEN
ES GIBT KEINEN MANN DERS MIR HEIßT

WUNSCH DASS SIE VERWESEN
STAMMT NICHT AUS ASKESEN
STAMMT NICHT AUS DEM LOCH UNERWIDERTER LIEBEN
SIE HABEN BLOß NIE ETWAS KLUGES GESCHRIEBEN

SIE WATTETEN NIE DURCH SCHLAMM UND KOT
SIE SCHLUGEN SICH NIE BIS ABENDROT
UND DAFÜR VERDIENEN SIE DEN TOD

UND WENN SIE LEBEN
SOLLN SIE LEBEN–
FERN VON MIR!

fern von mir

Katoptrik

»Ja, mögen wir auch Helden auf unsere Art und züchtige Kriegsleute sein, so sind wir wie Weiber, denn Leidenschaft ist unsere Erhebung, und unsere Sehnsucht muss Liebe bleiben, · das ist unsere Lust und unsere Schande. Siehst Du nun wohl, daß wir Dichter nicht weise noch würdig sein können?« 

Thomas Mann.

Um auch nur ein Wort zu sprechen von Dir
Muss ich Dich, meinen Narziss, entweihen.
Du darfst mir nicht verzeihen.

An etliche Ohren der Dummen und Feigen
verschwendetest Du schon Dein leuchtendes Schweigen
Und Nichts Deines Golds war Dir eigen.

Und hätt’ eine Edlere um Dich geworben
Sie wär’ wohl an schlechtem Gewissen gestorben
Doch bin ich verliebt und verdorben.

Ich kenn mein Laster und meine Henden
Doch werd’ ich den lieblichen Trieben erliegen
Und gleichzeitig schielen auf siegen.

So wie der Krieger den Wüstling verbirgt
So wie sich das Nordlicht in Schlammflutzen spiegelt
Spiegelst Du Dich auch in mir.

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