Genese

Irgendwo ist dort, wo alles ähnlich scheint, aber trotzdem alles bleibt; dort, wo alle deinen Nomen kennen, aber niemand dein Wesen.

I.

Voller Numinosität stehe ich da,

zwischen Reflexionen und Schatten, da.

Tremor meiner Glieder, der Schweiß perlt ab.

Nun bin ich wieder infinitesimal…

Doch in den neuen Domänen wachse ich rasant, 

bald habe ich die Größe einer Erbse, dann einer Tomate,

am Ende bin ich kopfgroß, eine Melone (Lyssenko wäre versöhnt).

Was bin ich? Ich werde!

Je weiter ich schreite, desto größer, desto mehr strahle ich,

desto mehr weichen die Schatten aus meinem Blick.

Reflexionen kann ich nun standhalten.

Alles wird leichter.

II.

Und wieder erreiche ich neue Gefilde.

Mein perpetuelles Wachstum stagniert.

Es genügt nicht mehr, zwischen Schatten zu wandeln.

Ich muss mich allem stellen:

Wo ist irgendwo? Dort, wo alles ähnlich scheint und alles bleibt.

Und wo ist nirgendwo? Dort, wo Oikos ist.

Weitere Beiträge

Das Opfer unter der »Gottersetzung« scheint nicht um eine Farce herumzukommen – wohl: Das Opfer unter Gott kam dies auch nie.
Haino has no wish to “be understood”, entirely aware that he is on a solitary mission to the ends of the sonic spectrum.
It is not even I who needs forming, but my reflection that determines my essence, as if only in the moment one is confronted with the evidence of a seemingly first-person experiential perspective one can be held liable for living.
Aus der Stummheit von Dreck und Erd ward der Mensch erschaffen, und es fuhr ihm der Odem des Höchsten in das Gebein. Ein Wanderer ist er nur auf den Fluren der Zeit, ein Gast, dem das Dasein als Prüfstatt gegeben ward, bis die Erde das Ihre wiederfordere und er heimfiel
Hörst du das, Vater? Das ist der Klang der Veränderung, der Wind der Revolution, das Feuer der Reinigung!
In jenen Tagen, da der Winter seine Klaue nicht vom Lande ließ und der Schnee jene Gräber zudeckte, die bereits verschüttet waren, ging einer hinaus.
Der Tod war immer ein zentrales Element seiner Musik. Der Geist Wagners wird immer über Venedig schweben, gerade die melancholischen Seiten seiner Musik passen zu dieser Stadt und vielleicht war dies auch ein Grund dafür, warum er sich zum Schluss in dieser Stadt aufhielt.
Eine Liebeserklärung.

Beiträge anderer Kategorien

The voting is closed! @realDonaldTrump 9:12 AM 11/5/20
Vorstellung vierer der prägendsten Köpfe des russischen Futurismus und ihrer Methoden.
Seibt schrieb keine Goethe-Biographie, wohl aber lernt man Goethe in diesem Buch kennen, vermutlich in einer Breite, wie es kein anderes Buch in diesem Umfang schafft.
COSTAE SPURIAE
Warum Kunstakademien nicht existieren.
Wenn sich die Fakten ändern, sollte man auch seine Meinung ändern. Warum FIUME die Lösung ist.
Schon eure zahl ist frevel. Über den Gott, der keiner ist.
Aphorismen aus Gaurav Mongas: »Costumes of the Living« – In kurzen Skizzen wird das intime Amalgam aus Haut und Kleid mit Feingefühl offengelegt.