Ästhetik

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Manche Publikationen schmücken sich mit dem Begriff der Ästhetik wie mit einem modischen Accessoire, während sie im Kern noch immer der Sklavenmoral des „Guten“ anhängen. Wahre Ästhetik ist jedoch kein Schmuck – sie ist ein Exekutionskommando gegen die Mittelmäßigkeit.
m Wesen der Kunst jedoch sollten Gefühl und Leben liegen – „Menschlichkeit“ und „Erdhaftigkeit“, wie Kai Hammermeister es in seinem neuesten Buch Die Bergung formuliert.
Durch die Übersteigerung, die Verherrlichung und den ganzen Ernst, mit dem sie betrieben wird, nimmt die symbolistische Ästhetik als solche schon religiomorphe Züge an. Überall dort, wo Wahrheit angestrebt wird, ist auch Ernst und eine Kunst, die ernst ist, hat immer einen Wahrheitsanspruch in sich, sei er auch noch so
Nur mehr der Künstler kann dort leben, was George dasjenige Reich nennt, „wo der Geist das oberste gesetz gibt“. So wird die Kunst in der Moderne notwendig „ein bruch mit der Gesellschaft“.
Ist alle Freiheit Formlosigkeit?